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Offene Kinder- und Jugendarbeit in Köln

10 Prozent Kürzungen bedeuten:

10 Prozent weniger Chancengleichheit,Integration und Demokratie

Bildung findet nicht nur im Elternhaus, Kindergärten und Schulen statt - sondern auch in Jugendeinrichtungen! Hier werden die Kinder und Jugendlichen aktiv begleitet, Wege geebnet, Potentiale identifiziert und gefördert. Doch auch hier will die Stadt Köln kürzen! Die geplanten Kürzungsvorschläge werden dazu führen, dass viele Jugendeinrichtungen ihre Pforten schließen müssen. Jugendliche, die selbst theoretisch nur 4,57 Euro pro Monat von Hartz IV für die Freizeitgestaltung zur Verfügung haben, sind auf unsere nichtkommerziellen Angebote dringend angewiesen. Die Straße statt sinnvoller Orte (Oasen) der Nähe und Begegnung ist sonst die Alternative. Die Konsequenzen sind absehbar.

Die Schmerzgrenze ist überschritten

Zehn Prozent klingt überschaubar? Es gibt keinen „Speck, den man abschmelzen könnte“! Es gibt keine Reserven, die man aktivieren könnte! Die Kürzungen betreffen

 

Hauptamtliches Personal

Heizung / Strom und Hauskosten

Programmmittel

Honorarkräfte

Reinigung etc. pp.

 

Da man aber die Heizung nicht abstellen kann und die Kosten und Gebühren zudem laufend steigen, stehen die Einrichtungen vor einer unlösbaren Aufgabe. Gebraucht werden mehr Mittel um die Kostensteigerungen abzufangen und nicht weniger! So selbstverständlich wie die über 300 Millionen Euro für die Sparkasse KölnBonn zur Stützung der Bank bewilligt wurden, muss die soziale Infrastruktur Jugendarbeit und Jugendfreizeit erhalten und ausgebaut werden. Bei uns reicht schon 1 Million Euro!

 

Nach den Förderrichtlinien müssten die Jugendeinrichtungen je nach Standort zwischen 5 bis 15 Prozent Eigenmittel erbringen. Unsere Jugendeinrichtungen stellen sich seit vielen Jahren der Mittelkürzung und Preissteigerung. Wir nehmen nicht nur öffentliche Mittel, wir tragen einen erheblichen Teil an Finanzmitteln und ehrenamtlichem Engagement dazu bei. Tatsächlich sind wir bei durchschnittlich über 25 Prozent Eigenmitteln angekommen. Das bedeutet, dass manche Einrichtung 50 Prozent tragen müssen; die Schmerzgrenze ist bereits überschritten.

...

Stimmen dazu aus dem Kölner Bürgerhaushalt 2010:

 

Kinder und Jugend müssen unterstützt werden

Es darf nicht an den Kindern gespart werden. Die Kinder sind unser Kapital. Wird an der tollen Arbeit der Jugendzentren gespart, ist die Gefahr groß, dass Kinder besonders der sozialen Unterschicht schnell auf die Schiefe Bahn geraten.

 

Offene Kinder- und Jugendarbeit ist Bildung und Gewaltprävention

Es dürfen nicht schon wieder Treffpunkt von Kindern und Jugendlichen geschlossen werden!
Soziales Lernen und Miteinander, Kreativität und Partizipation, Lernen von Demokratie im Kleinen, gute Vorbilder und Konfliktlösungsmöglichkeiten, sinnvolle meist kostenlose Freizeitgestaltung, Drogen- und Gewaltvorbeugung- das alles bieten diese Treffpunkte....!!
Hier darf nicht gekürzt werden- wer hier kürzt- produziert indirekt mehr Gewalttäter, Kriminelle, Intoleranz und Unfrieden - mit auch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgekosten!!!!

 

Noah1995

Ich heiße Noah und bin 14 Jahre alt und besuche regelmäßig Lucky’s Haus. Wenn es Lucky’s Haus nicht mehr gäbe, hänge ich nur noch auf der Straße mit meinen Freunden ab. Es würde aus Langeweile mehr Mist gebaut...

 

 

Der Abbau der Strukturen ist irreparabel

 

Jede Einrichtung die schließen muss, macht die verbindende und integrierende Soziale Arbeit ein großes Stück ärmer, Soziale Brennpunkte gewinnen an Brisanz. Wenn das Kind dann im wahrsten Sinne des Wortes im Brunnen liegt, müssen mit einem Mehrfachen an Investition die Folgen aufgefangen werden. Das ist kontraproduktiv!

 

Wenn Köln sich weiterhin als Soziale Stadt versteht, darf der Sozialabbau im Offenen Kinder- und Jugendbereich nicht geschehen. Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich ohne Leistungsdruck ausprobieren können, ihre Stärken und Neigungen entwickeln können und vor allem auch sinnvolle Freizeit verbringen können. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist die notwendigste Investition in die Zukunft - unserer Gesellschaft!

 

 

Daher gibt es nur eine Möglichkeit: